Kärntnerisch

Von A wie Achkatzale bis Z wie Zniachtale

Das Kärntnerische ist eine Kernmundart des bairischen Dialekts. Genauer gesagt gehört es zu den südbairischen Dialekten, die vom Salzburger Lungau, über Tirol und die Steiermark bis nach Kärnten reichen...
 

Sprachwissen

Kärntnerisch beinhaltet viele slawische Elemente. Diese entstanden durch die Besiedelung slawischer Stämme im frühen Mittelalter. Nach der bairischen Landnahme wurden die Slawen allmählich assimiliert und das Slawische in die Sprache integriert. Schon die weiche Sprachmelodie erinnert an das Slawische. Eigennamen enden oftmals auf -ig (-ik in Slowenien). Typisch für das Kärnterische sind die starke Betonung bestimmter Vokale, eine sanfte Affrikatisierung und die häufige Verwendung von „o“ statt „a“. Auffällig sind die Dehnung der Vokale und die häufige Verwendung der Endung „ale“ als Verniedlichung. In Kärnten gibt es drei Dialektgebiete: Ober-, Unter- und Mittelkärntnerisch. Am Millstätter See wird Westmittelkärntnerisch gesprochen.

Kärntnerisch für Anfänger

  • aa - auch
  • Achkatzale - Eichhörnchen
  • Achtale - ein Achtel Liter (Wein)
  • aine - hinein
  • aufe - hinauf
  • aufpudln - sich aufregen
  • ause - hinaus
  • åwe - hinab, hinunter
  • zan Bosn - absichtlich, zu Fleiß
  • Botizn - eine Mehlspeise
  • leck Buckl! - (Fluch)
  • deachl - dort drüben
  • dege - diese
  • Diandle - Mädchen
  • Eigalan - Augen
  • enk - euch
  • epa - etwa
  • Fackale - Ferkel
  • gach - etwa / schnell
  • glaim - nahe
  • Glåtzntischla - Frisör
  • Goggolore - Brille bzw. auch leicht verblödeter Mensch
  • Gschirrhangale - Geschirrtuch
  • Gschråpp(n) - Kind(er)
  • Hamatle - Heimat
  • Haschale - schwache, hilflose Person, nicht unbedingt abwertend gemeint
  • hasn - befehlen, heißen
  • Hemat - Hemd
  • hinta - zurück
  • Jaukale - Spritze
  • Jockl - Tölpel
  • fescha Kampl - ein hübscher Mann
  • Klankalan - Ohrringe
  • Krafl - Gerümpel
  • Krischpale - mageres Wesen
  • Lackale - kleine Menge Flüssigkeit
  • lai – nur (lai lafn losn - nur laufen lassen) (von slow. "le" - "nur")
  • Lei-lei - Faschingsruf in Villach
  • Mankale - Männchen
  • Mammalepua -­ Muttersöhnchen
  • Patale - Trenztuch für Kinder
  • Pfitschale, Flitschale - eingebildetes, flatterhaftes Mädchen
  • Pipale - Kücken
  • Pomarantschn - Orange
  • potschasn - gemächlich (aus slow. "počasen" - "langsam")
  • Sasaka - Verhacktes (aus slowenisch zaseka)
  • Schalale (pl. Schalalan) - kleine Tasse
  • Schnackale - Schluckauf
  • siha - sicher
  • Sechsatragale - tragbarer Karton mit sechs Flaschen Bier
  • Stampale - kleines Glas
  • tischgoriern - plaudern, quatscehn, miteinander reden
  • Tschåppale - tollpatschiger, ungeschickter Mensch
  • Tschugile - Kalb, Kühe
  • Tschurtschn - Tannenzapfen
  • ume - hinüber
  • vagachn - sich irren
  • wachln - wehen
  • Wasale - hilfsbedürftiges Kind
  • Wås weastn? - Frage des Kellners, was man denn gerne zu trinken bestellen möchte
  • wischpln - flüstern
  • Zachalan - Tränen, Zehen
  • zåhnan - grinsen
  • Zniachtale - Verniedlichungsform für einen jungen Menschen
  • zuawe - hinzu
  • Zwabl - Zigarette
  • Zwifl - Zwiebel
 

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